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Quellen

42 Medien werden ausgewertet. Jede Einordnung steht hier mit Begründung — wer ihr widersprechen will, soll wissen, woran.

Diese Einordnungen sind redaktionelle Urteile, keine Messwerte. Sie stützen sich auf veröffentlichte Kriterien, bleiben aber bestreitbar. Wie wir zu ihnen kommen, steht in der Methodik.

Was die Angaben bedeuten

Wir bewerten zwei Dinge getrennt, weil sie unabhängig voneinander sind: wie verlässlich ein Medium überprüfbare Tatsachen wiedergibt, und wo seine redaktionelle Linie steht. Ein klar positioniertes Medium kann sehr genau berichten.

Verlässlichkeit

hochhohe Verlässlichkeit
Sorgfältige Quellenarbeit, dokumentierte Korrekturen, Bericht und Kommentar getrennt.
gemischtgemischte Verlässlichkeit
Grundsätzlich belastbar, aber mit zugespitzten Überschriften, unscharfer Trennung oder wiederholten Rügen.
geringgeringe Verlässlichkeit
Dokumentierte Falschdarstellungen, fehlende oder intransparente Korrekturpraxis.
offennicht bewertet
Noch nicht eingeordnet. Zählt in keiner Auswertung mit — fehlende Angabe ist keine Mäßigung.

Politische Ausrichtung

Die redaktionelle Linie auf einer Skala von links bis rechts. Sie sagt nichts darüber aus, ob ein Medium sorgfältig arbeitet.

  • links
  • eher links
  • Mitte
  • eher rechts
  • rechts
  • nicht bewertet

Jede Einordnung ist ein redaktionelles Urteil mit veröffentlichter Begründung — nachzulesen bei der jeweiligen Quelle und in der Methodik.

links(4)

  • NachDenkSeiten

    privatwirtschaftlich
    linksVerlässlichkeit: gering

    Linkes Meinungsblog. Systemkritischer Ansatz mit wiederholt einseitiger, teils kontrafaktischer Darstellung insbesondere zum Krieg in der Ukraine.

  • junge Welt

    privatwirtschaftlich
    linksVerlässlichkeit: gemischt

    Marxistisch ausgerichtet, wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz als linksextremistisch beobachtet. Starke ideologische Rahmung der Faktenauswahl.

  • nd (neues deutschland)

    privatwirtschaftlich
    linksVerlässlichkeit: gemischt

    Ehemaliges SED-Zentralorgan, seit 2022 genossenschaftlich. Dezidiert linke Perspektive, solide Faktenbasis bei starker Themenselektion.

  • taz

    gemeinnützig
    linksVerlässlichkeit: hoch

    Genossenschaftlich finanziert, dadurch anzeigenunabhängig. Offen linke Ausrichtung bei transparenter Trennung von Bericht und Kommentar.

eher links(9)

  • Berliner Zeitung

    privatwirtschaftlich
    eher linksVerlässlichkeit: gemischt

    Seit der Übernahme durch Holding Friedrich 2019 wechselnde Ausrichtung; vereinzelt kritisierte Meinungsstücke ohne klare Kennzeichnung.

  • CORRECTIV

    gemeinnützig
    eher linksVerlässlichkeit: hoch

    Gemeinnütziges Recherchezentrum, spendenfinanziert mit offengelegter Förderliste, zertifizierter Faktencheck-Partner (IFCN). Themenwahl gesellschaftskritisch.

  • DER SPIEGEL

    privatwirtschaftlich
    eher linksVerlässlichkeit: hoch

    Eigene Dokumentationsabteilung zur Faktenprüfung. Relotius-Fall 2018 führte zu offengelegter Aufarbeitung und verschärften Verifikationsregeln. Kommentarlinie leicht links der Mitte.

  • DIE ZEIT

    privatwirtschaftlich
    eher linksVerlässlichkeit: hoch

    Wochenzeitung mit ausgeprägter Pro-und-Contra-Kultur, sorgfältige Quellenarbeit. Liberal-linke Grundtendenz im Meinungsteil.

  • Süddeutsche Zeitung

    privatwirtschaftlich
    eher linksVerlässlichkeit: hoch

    Große überregionale Tageszeitung, beteiligt an internationalen Rechercheverbünden (Panama/Paradise Papers). Sozialliberale Kommentarlinie.

  • Telepolis

    privatwirtschaftlich
    eher linksVerlässlichkeit: gemischt

    Heise-Magazin für Netz- und Gesellschaftsthemen. Essayistisch, wechselnde Autorenqualität, gelegentlich kontrafaktische Gastbeiträge.

  • der Freitag

    privatwirtschaftlich
    eher linksVerlässlichkeit: gemischt

    Wochenzeitung mit hohem Meinungsanteil und Community-Beiträgen; redaktionelle und nutzergenerierte Inhalte sind nicht immer klar getrennt.

  • netzpolitik.org

    gemeinnützig
    eher linksVerlässlichkeit: hoch

    Spendenfinanziert, Schwerpunkt digitale Grundrechte. Veröffentlicht Primärquellen, bürgerrechtlich positioniert.

  • stern

    privatwirtschaftlich
    eher linksVerlässlichkeit: gemischt

    Magazin mit starkem Boulevard- und People-Anteil neben ernsthafter Recherche. Uneinheitliche Trennschärfe zwischen Bericht und Meinung.

Mitte(18)

  • Der Tagesspiegel

    privatwirtschaftlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Berliner Hauptstadtzeitung mit breitem Meinungsspektrum, ausgewogene Nachrichtenauswahl.

  • Deutsche Welle

    öffentlich-rechtlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Bundesfinanzierter Auslandsrundfunk nach DW-Gesetz, redaktionell unabhängig, Auslandsperspektive.

  • Deutschlandfunk

    öffentlich-rechtlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Öffentlich-rechtliches Radio, ausführliche Hintergrundberichterstattung, geringe Boulevardisierung.

  • Golem.de

    privatwirtschaftlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    IT-Fachredaktion, technisch präzise, geringer Meinungsanteil.

  • MDR Aktuell

    öffentlich-rechtlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Öffentlich-rechtliche Landesrundfunkanstalt mit Schwerpunkt Ostdeutschland.

  • Merkur.de

    privatwirtschaftlich
    MitteVerlässlichkeit: gemischt

    Regionalzeitung mit stark reichweitenoptimiertem Online-Auftritt; Überschriften überzeichnen den Artikelinhalt regelmäßig.

  • NDR

    öffentlich-rechtlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Öffentlich-rechtliche Landesrundfunkanstalt, starke Investigativressorts (u.a. STRG_F, Panorama).

  • RedaktionsNetzwerk Deutschland

    privatwirtschaftlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Zentralredaktion für zahlreiche Regionalzeitungen (Madsack). Breite Reichweite, konventionelle Nachrichtenauswahl.

  • SWR Aktuell

    öffentlich-rechtlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Öffentlich-rechtliche Landesrundfunkanstalt für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

  • WDR

    öffentlich-rechtlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Größte ARD-Landesrundfunkanstalt, eigenständige Investigativrecherche.

  • ZDFheute

    öffentlich-rechtlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Öffentlich-rechtlich, Fernsehrat als Aufsicht, dokumentierte Korrekturpraxis. Trustwerte auf ARD-Niveau.

  • euronews (deutsch)

    privatwirtschaftlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Paneuropäischer Sender, EU-Perspektive auf deutsche Themen. Nützlich als Außenblick.

  • heise online

    privatwirtschaftlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Technikfachverlag mit hoher Sachgenauigkeit und klar gekennzeichneten Kommentaren.

  • hessenschau (HR)

    öffentlich-rechtlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Regionalangebot des Hessischen Rundfunks.

  • n-tv

    privatwirtschaftlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Privater Nachrichtensender (RTL Deutschland), nachrichtenorientiert mit geringem Meinungsanteil.

  • rbb24

    öffentlich-rechtlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Regionalangebot für Berlin/Brandenburg. Governance-Krise 2022 betraf die Intendanz, nicht die redaktionelle Faktenlage.

  • tagesschau (ARD)

    öffentlich-rechtlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Öffentlich-rechtlich, gesetzlicher Auftrag zur Ausgewogenheit, Rundfunkrat als Aufsicht. Höchste gemessene Vertrauenswerte im Reuters Institute Digital News Report.

  • Übermedien

    privatwirtschaftlich
    MitteVerlässlichkeit: hoch

    Medienkritik, leserfinanziert und dadurch unabhängig von Verlagsinteressen. Kritisiert Häuser aus dem gesamten Spektrum.

eher rechts(6)

  • BILD

    privatwirtschaftlich
    eher rechtsVerlässlichkeit: gemischt

    Auflagenstärkste Boulevardzeitung. Mit Abstand die meisten Presserat-Rügen aller deutschen Titel; zugespitzte Schlagzeilen, häufige nachträgliche Korrekturen.

  • Cicero

    privatwirtschaftlich
    eher rechtsVerlässlichkeit: gemischt

    Magazin für politische Kultur, konservativ-liberal. Überwiegend Meinungsformate; Faktenlage solide, Auswahl deutlich positioniert.

  • Frankfurter Allgemeine

    privatwirtschaftlich
    eher rechtsVerlässlichkeit: hoch

    Bürgerlich-konservative Traditionszeitung, Herausgebergremium statt Chefredaktion. Hohe Faktentreue, wirtschaftsliberale Kommentarlinie.

  • Handelsblatt

    privatwirtschaftlich
    eher rechtsVerlässlichkeit: hoch

    Wirtschaftsfachzeitung, starke Finanzrecherche. Wirtschaftsliberale Perspektive, in Sachfragen faktenstark.

  • WELT

    privatwirtschaftlich
    eher rechtsVerlässlichkeit: hoch

    Axel Springer SE. Solide Nachrichtenlage bei deutlich konservativ-wirtschaftsliberaler Meinungsausrichtung; Kommentar und Bericht sind erkennbar getrennt.

  • WirtschaftsWoche

    privatwirtschaftlich
    eher rechtsVerlässlichkeit: hoch

    Wirtschaftsmagazin, unternehmensnahe Perspektive bei belastbarer Faktenlage.

rechts(5)

  • Achse des Guten

    privatwirtschaftlich
    rechtsVerlässlichkeit: gering

    Blog-Format ohne redaktionelle Faktenprüfung. Wiederholt klimawissenschaftlich widerlegte Behauptungen ohne Korrektur.

  • Epoch Times Deutschland

    privatwirtschaftlich
    rechtsVerlässlichkeit: gering

    Der Falun-Gong-Bewegung nahestehend. International dokumentierte Verbreitung von Desinformation, insbesondere zu Wahlen und Gesundheitsthemen.

  • Junge Freiheit

    privatwirtschaftlich
    rechtsVerlässlichkeit: gemischt

    Rechtskonservative bis neurechte Wochenzeitung, AfD-nah. Faktenbehauptungen meist belegt, Themenselektion und Framing stark positioniert.

  • NIUS

    privatwirtschaftlich
    rechtsVerlässlichkeit: gering

    Von Julian Reichelt gegründetes Portal, finanziert von Frank Gotthardt. Kampagnenjournalismus, mehrfach gerichtlich untersagte Tatsachenbehauptungen.

  • Tichys Einblick

    privatwirtschaftlich
    rechtsVerlässlichkeit: gering

    Meinungsmagazin mit mehrfach dokumentierten Falschdarstellungen, insbesondere zu Klima und Migration. Presserat-Rügen; Korrekturen erfolgen selten transparent.

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